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MAX SLEVOGT

Titel: Seelenmesse der Georgiritter

Jahr: 1911

Größe: 1) 23,8 x 18 cm (auf 46,4 x 32 cm)

2) 23,6 x 18,1 cm (auf 36,6 x 27,6 cm)

Technik: 2 Kaltnadelradierungen mit Aquatinta auf Japan bzw. Bütten, mit Bleistift signiert

Blatt I: Am unteren Rand nummeriert und bezeichnet: „Gottesdienst der Georgiritter“. Eins von 50 Exemplaren auf Japan im Verlag von Paul Cassirer, Berlin 1912, unter den „Vierzehn Radierungen von Max Slevogt“ als Nr. 4 erschienen.

Blatt II: Mit dem Trockenstempel der Neukasteler Presse und der handschriftlichen Widmung „Für H. Kohl Max Slevogt i. Dez. 22“. Die Platte nun tief nachgeätzt, das Profl des am Altar knieenden Prinzregenten hell herauspoliert, die Platte mit der kalten Nadel übergangen. Vermutlich Probeabzug vor der Aufage von 100 signierten und nummerierten Exemplaren, erschienen 1923 im Verlag Bruno Cassirer, mit dem Blindstempel des Verlages und der Neukasteler Presse. Schön erhalten.

Seit 1908 hatte sich Slevogt mit diesem Thema auseinandergesetzt (die sogenannten „Prinzregentenbilder“), als er erstmals der jährlichen Zusammenkunft der Georgiritter beiwohnte. „Großmeister dieses Ordens ist der Prinzregent selbst. König Ludwig II. hatte aus seiner Zuneigung zu phantastischer Lebensform und prächtigem Zeremoniell die Kongregation eingerichtet. Alljährlich versammeln sich die Angehörigen der exklusiven Gemeinschaft am Hof zu München. Slevogt wird vom Prinzregenten 1908 zu Gast geladen. (Imiela, Hans-Jürgen, Max Slevogt. Karlsruhe 1968. S. 138)